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Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird 2022 teurer – unsere Lösung

Ab dem 01.01.2022 werden neu abgeschlossene Lebensversicherungen teurer. Das gilt in vielen Fällen auch für Erhöhungen durch Nachversicherungsgarantien. Alle bestehenden und noch in 2021 beginnende Verträge bleiben günstig. Denn der Rechnungszins wird stets zu Beginn für die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben.

Der Grund für die Verteuerung ist die Absenkung des sog. Höchstrechnungszinses von 0,9% auf 0,25% p.a.. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind die schon zuvor niedrigen Kapitalmarktzinsen nochmals gesunken. Der bisherige Zinssatz von 0,9% p.a. liegt mittlerweile über der Verzinsung für sehr sichere Anlagen am Kapitalmarkt. Da Versicherer auf „Nummer sicher“ gehen müssen, wird der Zinssatz vom Gesetzgeber erneut abgesenkt. Diese Absenkung zwingt die Versicherer zu einer Erhöhung der Preise.

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Quelle: GdV. Entwicklung des Höchstrechnungszinses zwischen 1942-2022.

Die Kalkulation

Der Beitrag beispielsweise einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird so berechnet, dass er kalkulatorisch genau den erwarteten zukünftigen Verpflichtungen entspricht (Äquivalenzprinzip). Dabei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Leistungsdauer, vorzeitige Kündigungen, Verwaltungskosten etc. berücksichtigt und mit dem Höchstrechnungszins (zukünftig nur noch 0,25% p.a.) abgezinst.

Ein Beispiel: Eine Versicherung kalkuliert mit einer Zahlungsverpflichtung von 25.000 EUR für einen BU-Vertrag in 2021 mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Mit 0,9% p.a. Abzinsung über 30 Jahre ergibt sich ein Beitrag von 65,35 EUR monatlich. Dafür kann ein Versicherer heute ein BU-Risiko i.H.v. 25.000 EUR decken.

Ab 2022 darf der Versicherer nur noch mit 0,25% p.a. abzinsen, so dass er rechnerisch einen Monatsbeitrag von 72,22 EUR aufrufen muss. Dies entspricht Mehrkosten für den Versicherten i.H.v. 9,51%! Hinzu kommen noch die üblichen Mehrkosten zum Jahreswechsel aufgrund gestiegenen Eintrittsalters. Denn versicherungstechnisch werden Sie zum 1. Januar eines jeden Jahres älter, unabhängig davon, wann Ihr Geburtstag genau ist. Das verursacht ebenfalls Mehrkosten i.H.v. 3 bis 5%.

Der Abschluss in 2021 lohnt sich – genug Vorlaufzeit einplanen!

Unsere Lösung: Wer sowieso vorhatte, eine BU abzuschließen, sollte das noch innerhalb 2021 erledigen. TIPP: Warten Sie damit nicht bis zum Dezember! Zum Jahresende sind die Bearbeitungszeiten bei der Beantragung einer Risikoversicherung (z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung oder Risikolebensversicherung) deutlich länger als in allen anderen Monaten des Jahres. Sollte ein ärztliche Untersuchung für die Beantragung nötig werden (wenn bestimmte Absicherungshöhen überschritten werden), kämen Sie so erst recht in Zeitnot. Vereinbaren Sie also am besten sofort einen Termin für ein erstes Beratungsgespräch! Besonders junge Menschen profitieren von einem Abschluss noch in diesem Jahr. Die Ersparnis beträgt schnell einige tausend Euro über lange Laufzeiten – das gilt insbesondere für Schüler und Studenten.

Fazit: Kümmern Sie sich noch 2021 um die Absicherung Ihrer Arbeitskraft bzw. eines möglichen Todesfalles und vermeiden Sie unnötig hohe Beitragszahlungen ab 2022! Grundlage für den Abschluss ist immer die sorgfältige Aufbereitung ihrer Gesundheitshistorie. Damit vermeiden Sie eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung und somit Ärger im Leistungsfall. Wir beraten Sie gerne.

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