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Risiko Berufsunfähigkeit

Kann ich eigentlich berufsunfähig werden? Was sind mögliche Ursachen und Auslöser für eine Berufsunfähigkeit? Wer ist besonders gefährdet? Wie hoch ist mein persönliches BU-Risiko?

Risiko Berufsunfähigkeit

Von etwa 43 Mio. Erwerbstätigen in Deutschland sind laut GdV nur 39,5% durch eine private Berufsunfähigkeitsabsicherung geschützt. Somit haben ca. 26 Mio. Erwerbstätige ihre Arbeitskraft derzeit nicht versichert. Wie hoch genau Ihr Risiko ist, zukünftig einmal berufsunfähig zu werden, können auch wir Ihnen nicht verlässlich sagen. Letztlich geht es ja darum, die Voraussetzungen einer BU-Zahlung zu erfüllen, die in den Versicherungsbedingungen Ihrer BU-Versicherung geschrieben stehen. Und hier schaffen gute BU-Anbieter klare Verhältnisse:

  • Sie sind laut Facharzt mindestens nur noch halb so leistungsfähig (= 50% BU-Grad)
  • Sie sind mindestens für die nächsten 6 Monate außerstande, Ihrer Berufstätigkeit nachzugehen (= Prognosezeitraum)
  • Sie sind krankgeschrieben und aktuell nicht mehr berufstätig.

Auch wenn weder Sie noch unsere Berater eine Glaskugel besitzen, um vorherzusagen, wann Sie zukünftig für wie lange berufsunfähig werden, so gibt es doch eine ganze Reihe an belastbaren Fakten, die eine gewisse Konkretisierung erlauben. Für ein klareres Bild geben wir Ihnen zunächst einen kurzen Einblick, welche Ursachen in den vergangenen Jahren tatsächlich zu Berufsunfähigkeiten geführt haben. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, sich Ihr eigenes persönliches BU-Risiko zu “errechnen”.

Ursachen Berufsunfähigkeit

Statistisch gesehen werden etwa 25% aller Berufstätigen in Deutschland im Laufe ihres Erwerbslebens berufsunfähig. Bei aktuell rund 45 Millionen Erwerbstätigen bedeutet das, dass etwa 11 Millionen Menschen aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus ihrer Berufstätigkeit ausscheiden müssen. Anders als häufig angenommen, betrifft dies nicht nur Menschen, die in körperlich anspruchsvollen Jobs arbeiten. Die Berufsunfähigkeit trifft genauso auch kaufmännisch Tätige. Denn die am häufigsten auftretenden Ursachen haben wenig mit der ausgeübten Tätigkeit zu tun!

Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit sind Psychische Krankheiten und VerhaltensstörungenErkrankungen des Bewegungsapparates und Krebs. Hier die prozentuale Verteilung nach der jüngsten Statistik der unabhängigen Ratingagentur Franke & Bornberg aus Hannover (6/2020):

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Quelle: Franke und Bornberg GmbH (2020) | “Krankheiten, die zur Anerkennung führen”

Dass psychische Krankheiten bzw. Verhaltensstörungen mittlerweile sehr häufig zu einer Berufsunfähigkeit führen, lässt sich vorrangig mit Stress durch Beruf und Alltag begründen. Es gibt eine enge Taktung und viel Hektik in einer zunehmend digitaleren, vernetzteren Welt. Wir alle sind ständig “on”, sowohl über Social Media als auch per E-Mail, Microsoft Teams oder ähnliche Kanäle.

Die bekannteste Folge dieses Alltages ist der Burn-out. Aber auch zahllose weitere Leiden nehmen zu, darunter Depressionen und Angst- bzw. Zwangsstörungen. Besonders kritisch: Viele Patienten leiden unter zwei oder mehr Krankheiten, was deren Behandlung erschwert. Niemand ist vor solchen Belastungsstörungen sicher, auch wenn der Berufsalltag vermeintlich entspannt abläuft.

Unsere dringende Empfehlung: Lassen Sie sich für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung von unseren unabhängigen Finanzberatern beraten! Vor allem im Fall von psychischen Erkrankungen wird die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nur äußerst schwerfällig bewilligt und nur in seltenen Fällen tatsächlich anerkannt!

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Fakten zur Berufsunfähigkeit

Erst nach längerer Krankschreibung können BU-Versicherte erkennen, ob sie sich auf ihren BU-Versicherer verlassen können. Verhält sich der ehemals gewählte bzw. vom Berater empfohlene Versicherer jetzt fair? Läuft der BU-Versicherte Gefahr, dass seine BU-Rente wegen nicht bedachter Kleinigkeiten abgelehnt wird? Löst die vorliegende Erkrankung tatsächlich einen Grad der Einschränkung auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit von mindestens 50% aus? Und wie lange dauert es eigentlich von der Meldung des Leistungsfalles bis zur endgültigen Bewilligung der BU-Rente? Die “BU-Leistungspraxisstudie 2020” von der Ratingagentur Franke & Bornberg liefert Fakten zur BU-Regulierung und räumt mit Vorurteilen auf.

Nach einer Analyse der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) beträgt die Wahrscheinlichkeit, bis zur Rente berufsunfähig zu werden je nach Altersgruppe und Geschlecht zwischen 29 und 43 Prozent. Nachfolgende Statistik zeigt die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit bis zur Rente nach Altersgruppen (jetziges Alter). Die Wahrscheinlichkeit bis zum Rentenbeginn berufsunfähig zu werden, liegt z.B. für 20-jährige Männer bei 43 Prozent:

Quelle: Statista (2021). “Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit bis zur Rente mit 65 nach Altersgruppen”.

Die Quote bewilligter BU-Renten variiert nach Art der zugrunde liegenden Erkrankung. Während bei Krebs („Bösartige Neubildung“) mehr als 90% aller beantragten BU-Renten bewilligt wurden, betrug die Positivquote bei psychischen Erkrankungen nur 71%. Bei Auftreten von Krankheiten des Nervensystems führen etwa 80% aller Fälle zur Anerkennung der BU-Rente. Nach der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD)“* zählen dazu Parkinson- und Alzheimer-Erkrankungen, Multiple Sklerose, Epilepsie sowie Lähmungssyndrome:

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Quelle: Franke & Bornberg GmbH (2021). “Anerkenntnis- und Ablehnungsquoten nach Rentenhöhe.”

Die Frage ist: Welche Gründe sind für die bis zu 29% Ablehnungen verantwortlich – und lassen sich die Ablehnungsursachen irgendwie präventiv vermeiden oder umgehen? Fakt ist: Die meisten Ablehnungen resultieren daraus, dass der Erkrankte die mindestens 50% Einschränkung auf seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht erreicht. Ein möglicher Lösungsansatz ist die Vereinbarung einer Arbeitsunfähigkeitsregelung (“AU-Klausel” bzw. “Leistung wegen Krankschreibung”). Für den Erhalt einer AU-Rente ist das Erreichen des BU-Grades nicht erforderlich!

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Quelle: Franke & Bornberg GmbH (2021). “Verteilung der Ablehnungen”.

Weiterhin stellt sich die Frage, wieviel Zeit ab Einreichen der Antragsunterlagen im BU-Leistungsfall bis hin zur endgültigen Zusage der Berufsunfähigkeitsrente vergeht: Nach durchschnittlich 100 Tagen sind knapp 40% aller BU-Renten-Zusagen entschieden. Bei psychischen Erkrankungen und Unfällen hingegen dauert die Regulierung deutlich länger. Die Ratingagentur Franke und Bornberg führt dies vor allem auf einen Mangel an Fachärzten für Psychiatrie und Neurologie sowie bei Unfällen auf zeitintensive Stellungnahmen von Polizei und Staatsanwaltschaft zurück:

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Quelle: Franke & Bornberg GmbH (2021). “Entwicklung der durchschnittlichen Gesamtregulierungsdauer von Berufsunfähigkeitsversicherungen in Tagen”.

Aus welchen Gründen endet die BU-Leistung?

In fast der Hälfte aller Leistungsfälle wurde die BU-Rente bis zum Vertragsablauf gezahlt. In rund 36% der Fälle verbesserte sich der Gesundheitszustand oder der BU-Rentner begann eine zum Gesundheitszustand passende Tätigkeit. Der Tod der versicherten Person führte in 12% der Fälle zu einer Leistungseinstellung:

Quelle: Franke & Bornberg GmbH (2021). “Aus welchen Gründen BU-Leistungen enden”.

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Rechner Berufsunfähigkeit

Wie groß ist Ihr individuelles Risiko, berufsunfähig zu werden? Sind Sie besonders gefährdet? Trifft es Raucher eher? Nimmt das Risiko im Alter zu? Machen Sie den Test!

Kritische Fragen Berufsunfähigkeit

In Internetforen und auch in einigen unserer Beratungsgespräche kursieren hin und wieder Argumentationen, die die Absicherung einer BU-Rente in Frage stellen bzw. eine vollumfängliche Absicherung der Arbeitskraft zu relativieren versuchen.

Menschen neigen tendenziell dazu, Informationen so auszuwählen, zu ermitteln und zu interpretieren, dass diese die eigenen Erwartungen erfüllen (bestätigen). Laut der Kognitionspsychologie besteht eine natürliche Tendenz, in bestehenden Strukturen zu verharren. Der Wissenschaftler Dr. Hugo Mercier spricht in diesem Zusammenhang von einer Art „confirmation bias“. Nachfolgend erörtern wir die wichtigsten Fragen bzw. Argumente und ergänzen sie mit aktuellen Fakten:

Ich kann ja noch etwas hinzuverdienen, wenn ich berufsunfähig bin!

Grundsätzlich erlauben es die Versicherungsbedingungen der meisten BU-Anbieter, dass Sie neben dem Erhalt Ihrer Berufsunfähigkeitsrente bis zu 80% Ihres vorherigen Einkommens hinzuverdienen. Die Frage ist: Ist das realistisch umsetzbar? Immerhin hat Ihnen ein Facharzt für Ihre Erkrankung bescheinigen können, dass Sie nur noch mindestens halb so leistungsfähig sind. Aus unserer Erfahrung zahlreicher BU-Leistungsfälle sind Ihre Möglichkeiten sehr begrenzt, neben der BU-Rente im größeren Umfang hinzuverdienen zu können. Denken Sie einfach einmal an mögliche Verläufe der Krankheiten, die die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind: Burn-out / Depressionen / Angststörungen und Krebserkrankungen. Versetzen Sie sich in die Lage solcher Patienten und stellen sich einmal die Frage: “Inwiefern könnte ich welche Teile meiner derzeit ausgeübten Tätigkeiten dann tatsächlich noch ausüben?” Eine Berufsunfähigkeitsrente bildet Ihren derzeitigen finanziellen Status in Ihrer derzeitigen Lebensführung ab. Da Sie nicht wissen können, was die Ursache der möglicherweise eintretenden Berufsunfähigkeit sein wird, gefährden Sie Ihren derzeitigen Lebensstandard für einen solchen Fall.

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Ich kann ja erst einmal mit einer niedrigeren BU-Rente starten und später dann noch immer aufstocken!

Technisch gesehen ist das möglich. Aber ist das auch klug? Hier einige Argumente, die belegen, so besser nicht zu verfahren:

  • Sie haben garantiert jedes Jahr Geburtstag und werden ein Jahr älter. So erhöht sich auch das Einstiegsalter für den Erhöhungsteil der beantragten BU-Rente – der zu zahlende Beitrag steigt!
  • Sie werden in den allermeisten Fällen nicht gesünder, je älter Sie werden. Deshalb zeigt die Statistik auch steigende BU-Risiken mit zunehmendem Alter. Je später Sie sich also gegen Berufsunfähigkeit versichern möchten (auch wenn es sich “nur” um eine Erhöhung handelt), desto geringer ist Ihre Chance, dass Sie sich ohne Leistungsausschlüsse und/oder Beitragszuschläge versichern können. Auch vollständige Ablehnungen des Versicherungsschutzes sind grundsätzlich denkbar.
  • Eine Erhöhung Ihrer bestehenden BU-Rente können Sie grundsätzlich nur dann erfolgreich beantragen, wenn Sie weder krankgeschrieben noch bereits berufsunfähig sind. Zu welchem Zeitpunkt wollen Sie zukünftig denn auf die Idee kommen, Ihre BU-Versicherung zu erhöhen? Jedenfalls wäre es bereits zu spät, sobald Ihnen Ihre Gesundheit dies signalisiert 😉
  • Gute BU-Tarife bieten Ihnen sog. “Nachversicherungsgarantien”. Das bedeutet, dass Sie Ihre BU-Rente auf Basis bestimmter Ereignisse (z.B. Heirat) ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen dürfen. Hier gibt es allerdings einige Haken, die Sie beachten müssen: Oberhalb einer monatlichen BU-Rente i.H.v. 2.500 € bieten 95% aller BU-Anbieter keine solche Nachversicherung an. Sofern Sie noch in den Genuss einer solchen Option kämen, gilt aber auch hier Ihr höheres Eintrittsalter für den Erhöhungsteil der BU-Rente. Es wird also in jedem Fall teurer als nötig!

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Wer weiß, ob ich zukünftig noch im gleichen Job arbeite. Sollte ich dann weniger verdienen als jetzt, bin ich zu hoch abgesichert – nicht, dass mir dann meine BU-Rente deshalb gekürzt wird!

Das (Berufs-)leben ist dynamisch. Aber wie verhält es sich mit dem Versicherungsschutz bei Berufsunfähigkeit? Grundsätzliches vorweg: Die Berufsunfähigkeitsabsicherung ist eine Summenversicherung, keine Schadenversicherung. Wenn Sie also eine bestimmte BU-Rentenhöhe korrekt versichert haben, wird dieser Betrag im BU-Leistungsfall auch gezahlt; unabhängig davon, wie hoch zu diesem Zeitpunkt Ihr Einkommen war!

Sonderregelung Dynamik: Manche BU-Anbieter schreiben ihren Kunden bei Dynamikerhöhungen vor, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zum Arbeitseinkommen des Versicherten stehen müssen. Die Versicherer prüfen dann das Verhältnis, wenn die versicherte Berufsunfähigkeitsrente die im Versicherungsschein oder Nachtrag genannte Obergrenze übersteigt. Damit Sie Ihre Berufsunfähigkeitsrente weiter erhöhen können, müssen Sie dem Versicherer nach Überschreiten der Grenze Folgendes nachweisen:

  • Ihr aktuelles Bruttoeinkommen
    und
  • die Höhe Ihrer gesamten Absicherung bei Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit.

Solange das Verhältnis nicht angemessen ist oder die oben genannten Nachweise nicht vorliegen, führt der Versicherer keine weiteren Erhöhungen durch.

Darüber hinaus haben Sie zukünftig jederzeit die Möglichkeit, Ihren BU-Vertrag nach unten anzupassen. Eine Reduzierung der laufend abgesicherten Berufsunfähigkeitsrente ist sehr einfach mit einem formlosen Schreiben beantragbar. Sinnvoll ist eine solche Reduzierung, wenn der Erbfall eingetreten ist, Sie im Lottospiel gewonnen haben oder Ihre finanziellen Rücklagen ein Niveau erreicht haben, das es Ihnen erlaubt, den bisherigen Versicherungsschutz zu überdenken, da Überversicherung droht.

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Kann ich nicht einfach Rücklagen bilden, anstatt eine BU-Versicherung abzuschließen?

Jeder würde seine Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung wahrscheinlich lieber in einen Urlaub oder schöne Dinge investieren. Dieser Versicherungsschutz ist sicher nicht der Günstigste, aber laut allen führenden Verbraucherschutzorganisationen einer der Wichtigsten. Schon die Höhe des Beitrages lässt erahnen, dass Leistungsfälle relativ häufig auftreten und hohe Kompensationszahlungen entstehen. Fakten dazu liefern Ratingagenturen (vgl. hier). Wäre dem nicht so, gäbe es den BU-Schutz für für „nen Appel und ’n Ei“.

Die Idee, statt des Abschlusses einer Berufsunfähigkeitsversicherung Kapitalbildung betreiben zu wollen, führt häufig in den finanziellen Ruin, denn:

  • Viele BU-Fälle treten bereits in jungen Jahren auf. Es bleibt keine Zeit, genügend Kapital für ein Leben als Privatier anzusparen. Etwa ein Drittel aller Berufsunfähigkeitsfälle passieren zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr!
  • Auch bei einem späteren BU-Eintritt (hier zum 57. Lebensjahr) reicht Ihr Kapital womöglich nicht aus: Für 2.000 EUR monatliche Auszahlung für 10 Jahre bei einer Verzinsung nach Steuern von 5% benötigen Sie ein Kapital i.H.v. 190.339,42 EUR. Ein ETF-Sparplan mit 100 EUR Monatsrate zwischen dem 30. bis zum 57. Lebensjahr ergibt aber nur ein Kapital i.H.v. 67.663 EUR. Das reicht im BU-Leistungsfall für nicht einmal 3 Jahre!
  • Die wenigsten Menschen schaffen es, zweckgebunden über einen langen Zeitraum zu sparen. Mögliche Gründe: Unsichere Jobsituation, Kinder, Immobilienfinanzierung, Konsum, Börsencrashs, Krankheit, Sabbatjahr, Teilzeitarbeit, etc.

Fazit: Ein finanzielles Polster ist immer eine gute Idee. Dieses mit ersparten BU-Versicherungsbeiträgen aufzubauen, ist leichtsinnig und führt oft in ein finanzielles Desaster.

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Eine BU ist mir zu teuer. Reicht stattdessen nicht auch der Abschluss einer (günstigeren) Unfallversicherung aus?

Der Abschluss einer Unfallversicherung statt einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist keine gute Idee. Statistisch gesehen kann lediglich jeder 10. BU-Leistungsfall ist auf einen Unfall zurückgeführt werden! Die häufigsten Ursachen für den Fall einer Berufsunfähigkeit sind häufig psychische Krankheiten, Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems, Erkrankungen der Wirbelsäule sowie Krebserkrankungen. Alle diese Krankheiten lassen sich mit einer Unfallversicherung leider nicht absichern! Wozu dient dann aber eine Unfallversicherung? Sie dient als Ergänzung einer BU-Versicherung oder für den Fall, dass aus gesundheitlichen Gründen keine BU mehr abgeschlossen werden kann. Dann natürlich in ausreichender Höhe und am besten in Verbindung mit einer Grundfähigkeiten- oder Dread Disease- Versicherung!

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Ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung über Online-Plattformen nicht günstiger, als sich über einen unabhängigen Versicherungsmakler beraten zu lassen?

Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung über Internetanbieter (ohne Beratung) kostet im Vergleich zu einer Beratung bei einem Versicherungsmakler genauso viel oder wenig. Eine Beratungsleistung ist in BU-Tarifen stets im Beitrag einkalkuliert. Möchten Sie auf Beratung verzichten, zahlen Sie diese Leistung dennoch immer mit! Allerdings verzichten Sie auf professionellen Rat und haften nach Abschluss des Vertrages selbst für Ihre Anbieter- und BU-Tarifwahl. Ein Vergleich: Sie kaufen sich Bremsen für Ihr Auto und montieren sie auch selbst. Für die Bremsen haben Sie “im Retail” aber genauso viel bezahlt, wie Sie inkl. Montage in der Profiwerkstatt hätten zahlen müssen!

Eines der wichtigsten Argumente für den Abschluss über einen Experten: Die Betreuung und Beratung im Leistungsfall! Eine Internetplattform bietet Ihnen keine sachkundige Unterstützung an, wenn der BU-Leistungsfall eingetreten ist. Die Beratungsleistung unserer FinanzNet-Berater endet jedoch nicht nach Vertragsschluss. Wir haben viel Erfahrung auch für die Bearbeitung von Leistungsfällen zu bieten. Ergänzend kooperieren wir mit Versicherungsberatern, die Ihnen gegen ein Honorar ebenfalls mit viel Sachverstand und spezialisierter Erfahrung zur Seite stehen. Auf diese Weise kommen sie schneller, entspannter und sicherer im Krankheitsfall an ihre BU-Rente!

Nachteile bei Abschluss einer BU-Versicherung über Internet-Plattformen ohne Beratung:

  • Online-Vergleichsrechner decken nicht den kompletten Markt ab
  • Online-Vergleichsrechner bieten wenige individuelle Einstellungen an Wichtige Klauseln / Zusatzoptionen bleiben Ihnen dadurch vorenthalten
  • Ihr Bedarf und ihre Lebenssituation werden nicht erfasst
  • Wichtige benachbarte Themenfelder wie z.B. Altersvorsorge oder Krankenversicherung werden nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen
  • Bei Vorerkrankungen hilft der reine Beitragsvergleich nicht weiter, da die Rechner bei der Preisbildung von vollständig gesunden Kunden ausgehen.

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